S1 E3 Kundenkenntnis als zentraler Erfolgsfaktor

Shownotes

Gute Analyse bedeutet nicht nur, Daten zu verstehen – sondern vor allem, denjenigen, für die sie gedacht ist. In dieser Episode sprechen wir darüber, warum Kundenkenntnis für Analystinnen und Analysten entscheidend ist: Wie beeinflusst sie den gesamten Analyseprozess? Welche Fragen muss man stellen, um wirklich relevante Erkenntnisse zu liefern? Und wie hilft der sogenannte Intelligence Dialogue, um genau das zu erreichen?

Wir werfen auch einen Blick auf strukturierte Analysetechniken: Wie helfen SATs bei unvollständigen oder widersprüchlichen Informationen? Warum sind sie kein Widerspruch zu klassischen kriminalistischen Methoden, sondern eine Ergänzung? Und wie kann man sie gezielt trainieren?

Transkript anzeigen

00:00:01: Gute Analyse bedeutet nicht nur, Daten zu verstehen, sondern vor allem diejenigen, für die sie gedacht ist.

00:00:09: In dieser Episode sprechen wir darüber, warum Kundenkenntnis für Analystinnen und Analysten entscheidend ist.

00:00:15: Wie beeinflusst sie den gesamten Analyseprozess?

00:00:18: Welche Fragen muss man stellen, um wirklich relevante Erkenntnisse zu liefern?

00:00:23: Und wie hilft der sogenannte Intelligence Dialog, um genau das zu erreichen?

00:00:28: Wir werfen auch ein Blick auf strukturierte Analyse-Techniken.

00:00:32: Wir helfen sie bei unvollständigen oder widersprüchlichen Informationen.

00:00:37: Warum sind sie kein Widerspruch zu klassischen kriminalistischen Methoden, sondern eine Ergänzung?

00:00:43: Und wie kann man sie gezielt trainieren?

00:01:00: Wir beleuchten den Intelligence-Cycle, internationale Zusammenarbeit

00:01:05: und

00:01:05: aktuelle Herausforderungen.

00:01:07: Expertinnen und Experten teilen ihr Wissen, kompakt, fundiert, relevant.

00:01:16: Man braucht Sparringpartner, man braucht eine ausgebildetes Team, man braucht nicht nur ausgebildete Einzelpersonen, sonst kann man sich das nämlich sparen, die Zeit und das Geld, die die Ausbildung kosten und einfach weitermachen wie bisher.

00:01:32: Und ein weiteres Problem bei der Anwendung und auch bei der Ausbildung ist das Institution, und da muss ich leider sagen, insbesondere auch öffentliche Institutionen, so ein bisschen die Angewohnheit haben, Ausbildung, das hört sich fies an, aber Ausbildung degenerieren zu lassen.

00:01:52: Also...

00:01:53: Ja, das hört sich fies

00:01:54: an.

00:01:54: Ja, das hört sich fies an.

00:01:55: Aber ich mache mal ein Beispiel und vielleicht findet sich der ein oder andere wieder... weil er schon mal in so einem Unterricht drin saß.

00:02:02: und zwar ist es das Phänomen wir haben eine Fähigkeit und da sagen wir die wollen wir vielleicht haben so.

00:02:09: und dann dann schicken wir den Müller dahin und der Müller sitzt da drin und hat sich das einmal angehört.

00:02:15: so und dann ist die Frage machen wir das nochmal Müller war das gut?

00:02:19: ja das war gut.

00:02:21: hat das was gekostet?

00:02:22: ja das hat auch was gekostet aber es war gut alles klar Müller das nächste mal machen sie das Aber ich saß da ja nur drin, ich kann das gar nicht.

00:02:31: Ja, versuchen Sie es einfach mal.

00:02:33: Sie versuchen das und am Ende gucken wir, war das okay so.

00:02:37: Und dann macht Möller die Ausbildung, weil er eben ein treu diener Beamter ist.

00:02:41: Und am Ende der Ausbildung wollen dann vielleicht auch, man will ja nicht fies sein, dann ist das Feedback halt ja war okay und so.

00:02:49: Und irgendwo auf irgendeiner Powerpoint gibt es einen grünen Haken.

00:02:53: Die Ausbildung wurde erfolgreich durchgeführt.

00:02:55: Klammer auf sie hat nichts gekostet, Klammer zu, außer die Zeit meines Personal.

00:03:01: Und dann heißt es Müller, das haben sie richtig gut gemacht, das machen sie ab jetzt immer so.

00:03:07: Und irgendwann führt das dann dazu, dass ich rumspreche, dass die Ausbildung bei Müller vielleicht so semi-gut ist, weil Müller ja auch keine Chance hatte, richtig gut darin zu werden.

00:03:17: Ich meine, der saß einmal in einem Training.

00:03:20: Und dann gehen die Anfragen zurück.

00:03:23: Irgendwann ist Müller allein im Hörsaal.

00:03:25: Es meldet sich halt keiner mehr für das Training an.

00:03:28: Und der Schluss daraus, der gezogen wird, ist dann nicht zu sagen, vielleicht war unsere Vorgehensweise nicht so zielführend, dass wir gesagt haben, ja Müller guckt sich das einmal an und führt das durch, sondern der Schluss ist, na wenn sich da keiner anmeldet, dann gibt es offensichtlich gar keinen Bedarf daran.

00:03:47: Wir brauchen die Fähigkeit nicht.

00:03:50: Und das ist leider eine Tendenz, die ich meine bei Behörden beobachtet zu haben und definitiv im Hemmschuh ist, wenn ich sage, ich möchte mein Personal weiter qualifizieren, um wirklich besser zu werden.

00:04:05: Letztendlich muss man sagen, dass... Wir als Behörden haben wahrscheinlich vielen Biases und ungünstigen Heuristiken unterliegen.

00:04:14: In der Herangehensweise, um genau dieses Problem der Aus- und Fortbildung aufzugreifen.

00:04:18: Wobei, ich glaube, es gibt Bereiche, in denen ist das definitiv so.

00:04:22: Es gibt Bereiche, in denen klappt das relativ gut.

00:04:26: Aber ich glaube, wir können alle festhalten, dass... Insbesondere im Bereich der Analyse, ein fehlendes Aus- und Fortbildungsangebot besteht, ist ja mit ein Grund, warum wir auch hier sind, um das zu verbessern.

00:04:40: Aber ich glaube, wenn Lana vielleicht jetzt denkt, oh Gott, oh Gott, was sagt der Fabian da, lehne mich gerne weit aus dem Fenster, da ist wirklich noch viel Luft nach oben.

00:04:52: Und es ist auch eine Floskel, weiß ich.

00:04:55: Qualität hat manchmal halt auch seinen Preis.

00:04:56: Und wenn wir den Nutzen am Ende sehen, Ich denke, sollten wir auch bereit sein, dort mehr zu investieren.

00:05:04: Aber grundsätzlich ist es ja super, dass dieses Projekt jetzt gibt und dir da auf dem richtigen Weg seid.

00:05:10: Also, das möchte ich auch an der Stelle noch mal sagen, es ist ein großartiges Projekt.

00:05:15: Wir befassen uns ja in unserem Modul mit der Frage Grimnernes Verhalten Verstehen.

00:05:23: Lana, woran denkst du bei Kriminalisverhalten?

00:05:25: verstehen vorrangig?

00:05:26: Oder woran denken wir?

00:05:27: Ja, also ich würde sagen, man denkt erst mal an die Kriminalologie, an Kriminalitätstheorien, sowas wie Anomieteorie oder Kontrolltheorie oder von mir aus Brocken-Windows-Theorie.

00:05:39: Aber normalerweise, also ich würde jetzt nicht unbedingt an strukturierte Analyse-Techniken denken.

00:05:46: Also wie steht es jetzt in die, welchen Zusammenhang oder welchen Nutzen habe ich?

00:05:51: Wenn ich das kann und mir das angeeignet habe, auch vielleicht auch investiert habe oder auch Zeit und Geld investiert habe, welche Vorteile hätte ich davon?

00:06:02: Also was hätte ich davon?

00:06:03: Ja, also grundsätzlich habe ich erstmal ein Mehrwert von Analyse-Technik und das gilt grundsätzlich, das gilt jetzt nicht nur hier rauf bezogen, sondern grundsätzlich überall dort, wo ich es mit unvollständigen und widersprüchlichen Informationslagen erstmal zu tun habe.

00:06:21: Und das ist natürlich im Bereich der Kriminalität regelmäßig der Fall, weil die Kriminellen natürlich nach vollendeter Tat keinen vollständigen Bericht abgeben, was sie wann, wo, warum und wie getan haben.

00:06:36: Das bedeutet, ich weiß halt nicht alles.

00:06:38: Und wenn ich nicht alles weiß, muss ich also mit Analyse arbeiten.

00:06:44: Und an der Stelle können wir Analyse-Technik erstmal grundsätzlich helfen.

00:06:51: Connex mit Kriminalitätstheorien, da können Analyse-Techniken ergänzen.

00:06:57: Die Theorien können mir in erster Linie dabei helfen, beispielsweise Hypothesen aufzustellen.

00:07:03: Wenn ich also die Frage danach habe, wer etwas getan hat oder wenn ich die Frage danach habe, Warum hat jemand etwas getan?

00:07:11: Also die Frage nach dem Motiv.

00:07:13: Dann können mir Theorien dabei helfen, Hypothesen zu entwickeln, also mögliche Erklärung, möglicherweise richtige Erklärung.

00:07:23: Und wenn ich dann ein möglichst vollständiges Set an Hypothesen habe, bin ich aber ja nicht fertig, sondern dann muss ich mir überlegen, was ist denn die wahrscheinlichste Hypothese?

00:07:33: Also warum hat jetzt jemand etwas getan?

00:07:36: oder wer ist der wahrscheinlichste Täter?

00:07:39: ist die wahrscheinlichste Täterin?

00:07:42: Und an der Stelle kann mir beispielsweise die Analyse Technik, wir haben schon mehrfach heute darüber gesprochen, der Analyse konkurrierender Hypothesen helfen.

00:07:51: Also eine Analyse Technik, die darauf abzielt, dass ich Hypothesen überprüfe, indem ich versuche, Hypothesen zu falsifizieren und nicht zu verifizieren, um dann am Ende zu dem wahrscheinlichsten Ergebnis zu kommen, also zu der am wahrscheinlichsten oder am wahrscheinlichst zutreffendsten Hypothese, Erklärung.

00:08:13: Und an der Stelle können sich dann eben Kriminalitätstheorien und strukturierte Analyse-Techniken einfach in meiner Arbeit wechselseitig ergänzen.

00:08:22: Wobei die Kriminellen, das klingt schon leicht stigmatisierend.

00:08:26: Also ich weiß nicht, ob die Person kriminell ist oder nicht.

00:08:28: Oder

00:08:30: wenn sie einen Verbrechen begangen hat, dann würden wir schon unterstellen, dass die Kriminell ist oder kriminelles Verhalten gezeigt hat.

00:08:37: Ja oder sich gewisser, was ein Verhalten hat.

00:08:42: Und dann muss man halt schauen, je nachdem, also ich meine, in Dubio pro Reo, in Zweifel.

00:08:48: Wobei wir hier nicht, wobei wir müssen auch aufpassen.

00:08:51: Wir reden ja hier nicht über eine konkrete Person, sondern wir reden ja darüber, dass wir Hypothesen bilden und sagen der oder die Täterin, die nicht personifiziert ist im Augenblick.

00:09:01: Und die Hypothese kann ja letztendlich auch eine Entlastenhypothese sein.

00:09:04: Genau,

00:09:04: darauf wollte ich hin.

00:09:05: Also ich meine.

00:09:07: Es heißt ja nicht, dass jemand etwas unbedingt begangen haben muss.

00:09:11: Wir können auch entlastend...

00:09:13: Genau, aber es gibt ja einen Unterschied, ob ich jetzt eine Person habe und ich stelle mir die Frage, ist diese Person schuldig oder nicht schuldig?

00:09:22: Und an der Stelle habe ich ja schon zwei Hypothesen, nämlich einmal die Schuldhypothese und die Hypothese nicht schuldig und könnte in einem... Analyseprozess starten, wo ich versuche, bei Dubotesen zu falsifizieren oder ich bin in einer Situation, wo ich keine Idee habe, wer der Täter oder die Täterin oder die Tätergruppierung sein könnte.

00:09:46: und dann starte ich oder sollte ich starten mit einem möglichst breiten Set unterschiedlicher Dubotesen, also unterschiedlicher Person oder Gruppierung, die für einen Verbrechen verantwortlich sein könnte und dann überprüfe ich auch das.

00:09:59: und zwar wieder nach dem Modus der Falsifikation.

00:10:02: Ich versuche also bewusst, die Hypothesen, die ich aufgestellt habe, zu widerlegen und nicht sie zu bestätigen.

00:10:09: Und in all diesen Fällen habe ich unterschiedliche Hypothesen.

00:10:15: Nur der Ausgangspunkt, der Startpunkt, der ist dann jeweils ein

00:10:17: anderer.

00:10:19: Also jetzt endlich kann man zusammenfassen, dass wir, ich sage immer so schön, auf so eine Klavier-Tour an Fähigkeiten uns bewegen müssen.

00:10:26: Also natürlich einmal... Lana, wie du angesprochen hast, ich muss Krinomethets-Theorien kennen, um sie überhaupt anwenden zu können.

00:10:34: Phänomenkenntnisse haben, Szenekenntnisse, genau.

00:10:37: Und gleichzeitig muss ich aber auch befähigt sein mit strukturierten Analyse-Techniken, Hypothesenbildung.

00:10:49: man Hypothesen aufzuwerfen oder zu entwickeln, zu überprüfen, alles in einem Kontext zu bringen.

00:10:55: Also meine Fähigkeiten ist immer wie ein großes Konzert, Orchester an Fähigkeiten dazu zu bringen, etwas zu spielen, was haltwegs vernünftig klingt, also sprich ein verwertbares Ergebnis am Ende herumbringt.

00:11:07: Jetzt ist es ja aber auch so, es gibt ja nicht nur diese eine Technik, sondern es gibt ja auch andere Methoden und Techniken.

00:11:16: Viele kennen die operative Fallanalyse aus Medien oder aus der Literatur.

00:11:24: Ein großes, ich nenn's mal Buzzword, ist auch Predictive Policing.

00:11:28: Das hängt ja alles zusammen.

00:11:29: Gibt's da einen Spannungsfeld, Ole?

00:11:31: Kannst du oder wie bewertest du das Zusammenwirken dieser verschiedenen Techniken?

00:11:36: Ja, also am Ende würde ich sagen... ist Ergänzung auch hier wieder das Zauberwort.

00:11:42: Also Analyse-Techniken wieder, ich möchte das nochmal in Erinnerung rufen, die ja nichts anderes sind als Denkwerkzeuge, die ersetzen nicht irgendwas anderes.

00:11:52: Und mit einigen Analyse-Techniken wird beispielsweise in der Polizei ja sowieso schon gearbeitet.

00:11:57: Wenn ich mir also im Bereich der operativen Fallanalyse, wenn ich mich damit beschäftige, ein Tatgeschehen zu rekonstruieren, dann wird auch jetzt schon mit Chronologien und mit Timelines, mit Timeevent charts und so weiter gearbeitet, wäre auch eine Analyse-Technik.

00:12:14: Also hier wird das sowieso schon gemacht.

00:12:16: Wenn es darum geht, Motivbewertungen oder Ermittlungshinweise zu geben, also die Frage, wer war es, suche nach einem Täter, einer Täterin, dann sind wir wieder bei der Technik von gerade eben der Analyse konkurrierende Hypothesen.

00:12:30: Das bedeutet, dass, was ich sowieso schon mache, wird ergänzt oder kann ergänzt werden durch einen Werkzeugkoffer für mein Denken, für meine Erfahrung, meine Expertise, für meine Intuition.

00:12:44: Und in diesem Werkzeugkoffer sind eben idealerweise eine ganze Reihe unterschiedlicher Analyse-Techniken, die ich abhängig von meiner Fragestellung, abhängig von meiner Problemstellung eben aus diesem Werkzeugkoffer rausholen kann, um dann möglichst effektiv und effizient und kollaborativ, also im Team, zu einer möglichst zutreffenden Antwort zu

00:13:05: kommen.

00:13:06: Okay, also man hört ja immer wieder, das Gehirn muss trainiert werden und es zeichnet sich für mich so ein bisschen ab, als wenn das Erlernen oder das Beherrschen von SAT ist einfach auch ein regelmäßiges Training meines Gehirns ist, meiner Denkkonzepte, meiner Denkmuster, je besser ich trainiere, je besser kann ich sie anwenden, je schneller kann ich werden.

00:13:28: Also es ist einer von vielen Trainingsplänen, wie man sie auch im Sport kennt, von Hit über Ausdauer über Maximalkraft, so vielleicht für die sportaffinen Menschen ein Bild.

00:13:40: Was man vielleicht stellen kann.

00:13:41: Was ich raushöre, ist auch die Fähigkeit, sich selbst zu hinterfragen.

00:13:45: Also Abstand zu nehmen von der eigenen Theorie und diese zu hinterfragen.

00:13:51: Ich glaube, das ist auch eine besondere Fähigkeit.

00:13:56: Und mich würde mal interessieren, weil du sprichst davon, also wir sind noch immer noch auf der Meta-Ebene.

00:14:04: Aber es gibt ja diese vier Stufen des analytischen Spektrums.

00:14:09: Und kannst du nochmal für Außenstehende beschreiben, wie funktioniert das?

00:14:14: Ja, also das analytische Spektrum ist eine meiner Lieblingstechniken insgesamt.

00:14:18: Sehr schön.

00:14:19: Und es gibt vier Stufen.

00:14:21: Genau, richtig.

00:14:23: Und das geht los ganz unten auf der diskriptiven Ebene über die erklärende Ebene, die bewertende Ebene bis hin zur vorausschauenden Ebene.

00:14:33: Und hinter jeder Stufe steckt ein Analyse-Typos.

00:14:37: Und damit steht hinter jeder Stufe auch ein bestimmtes Set an Fragen, die ich stelle.

00:14:44: Auf der deskriptiven Stufe, also auf der beschreibenden Stufe, im Bereich beschreibender Analyse, da geht es um die klassischen journalistischen W-Fragen.

00:14:54: Also wer hat was, wo, wie getan?

00:14:58: Und da beschreibe ich vor allem.

00:14:59: Also da versuche ich zum Beispiel im Bereich Chronologien und Timelines, wo wir eben schon waren, versuche ich mir erst mal... Ein Überblick über eine Situation, ein Geschehnes, ein Event zu machen und das zu verstehen.

00:15:16: Das ist die erste Stufe.

00:15:17: Auf der zweiten Stufe, wenn wir in den Bereich Erklärende Analyse kommen, dann gehen wir einen Schritt weiter.

00:15:23: Das ist schon schwieriger, weil hier stellen wir die Frage nach dem Warum.

00:15:28: Wir stellen also die Frage nach Motiven, nach Ursachen und werfen eben die Frage nach dem Warum auf.

00:15:37: Und das ist oder kann zumindest eine sehr schwierige Frage sein.

00:15:41: Hier sind wir im Bereich der Polizei beim Motiv.

00:15:47: Und in der Regel versucht man hier aus einem Deskriptiv erarbeiteten Muster, also einem Muster, was auf der Deskriptiven Stufe erarbeitet worden ist, hinzukommen zur Erarbeitung von Motiven und Usern.

00:16:03: Und dann geht es weiter auf dem analytischen Spektrum.

00:16:06: auf die dritte Stufe und da sind wir im Bereich der Bewertendenanalyse.

00:16:12: Und die Frage, die hier gestellt wird, ist die Frage im englischen Original.

00:16:16: What does it mean?

00:16:17: Also was bedeutet das eigentlich?

00:16:20: Und eigentlich müssen wir die Frage erweitern und sagen, was bedeutet das eigentlich für mich beziehungsweise für meinen Bedarfsträger für mein Adressaten.

00:16:29: Also für denjenigen oder diejenige, für die ich mein Produkt erstelle.

00:16:34: Weil Analyse, Intelligence ist ja keine Neigungsgruppe.

00:16:39: Wir machen das ja nicht nur aus Spaß, sondern dient einen bestimmten Zweck.

00:16:44: Und dieser Zweck ist regelmäßig die Unterstützung von Entscheidung.

00:16:48: Das heißt irgendwo sitzt ein Entscheidungsträger oder eine Entscheidungsträgerin und der oder diejenigen warten auf unsere Produkte, um eine bessere Grundlage zu haben, um möglichst kluge Entscheidungen treffen zu können.

00:17:04: Und darauf geht im Speziellen diese dritte Stufe ein, indem sie eben fragt, was bedeutet das für mein Entscheidungsträger, für meine Entscheidungsträgerin, beziehungsweise für meine Organisation, also für meine Behörde, mit dem Ziel, dass dieser Behörde zugrunde liegt oder meinen Unternehmen mit den Zielen, mit den Strategien, den Objectives, die mein Unternehmen hat.

00:17:28: Und wenn ich es schaffe, Analysen, also Produkte, Intel Produkte zu verfassen, die genau diese Frage beantworten, was bedeutet das für uns?

00:17:41: Dann schaffe ich es eben auch relevante Produkte zu erstellen, weil ich die Ausgangslage des Entscheidungsträgers oder der Entscheidungsträgerin grundlegend im besten Fall verändere und ermöglichte, die richtigen Fragen zu stellen.

00:17:59: Beziehungsweise die richtigen Entscheidungen zu treffen.

00:18:03: Und auf der vierten Stufe des analytischen Spektrums, da geht es jetzt in Richtung Zukunft.

00:18:09: Wir stellen also die Frage, was passiert als Nächstes.

00:18:13: Und auch das ist für Entscheidungsträgern und Entscheidungsträgern natürlich eine ungemein wichtige Frage, denn Sie können die Vergangenheit nicht ändern.

00:18:22: Sie können auch die Gegenwart nur minimal beeinflussen.

00:18:26: Das Einzige, wo Sie wirklich Einfluss drauf nehmen können, was Sie versuchen können zu verändern, ist die Zukunft.

00:18:32: Und deswegen ist alles, was zukunftsgerichtet ist für Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger, natürlich besonders relevant.

00:18:39: Das heißt, hier auf der vorausschauenden Stufe sind wir jetzt in dem Bereich, wo wir Szenare aufstellen können.

00:18:46: entwickeln können, wo wir dieses Szenar mit Indikatoren hinterlegen können, um die Frage zu beantworten, in Richtung welcher möglichen Zukunft bewegt sich die Gegenwart.

00:18:59: Und darauf können sich Entscheidungsträger und Entscheidungsträger einstellen.

00:19:03: Und falls nötig schon jetzt Maßnahmen ergreifen, die irgendwann vielleicht sowieso notwendig geworden wären, aber das ist eben ein Analyse Typ, der es erlaubt, wenn alles gut läuft, vor die Welle zu kommen und eben proaktive Entscheidungen zu

00:19:19: treffen.

00:19:20: Das klingt unglaublich herausfordernd, wenn man ehrlich ist.

00:19:25: Also ich glaube, der fast einfachste Part ist aus meiner Sicht das Diskriptive, wobei ich auch da gucken muss, dass ich alles erfassen, was auch da ist, also nichts übersehe.

00:19:37: Das Erklärende ist, glaube ich, manchmal etwas, woran wir uns als Menschen, glaube ich.

00:19:42: festhalten wollen.

00:19:43: Da habe ich schon die erste Frage.

00:19:45: Wie gehst du mit Dingen um, die sich nur schwer oder gar nicht erklären lassen, die wir aus unserer Sicht als irrational bezeichnen lassen?

00:19:53: Kann das ein Störfaktor sein?

00:19:54: oder sagst du, dass man lernt damit umzugehen?

00:19:57: Es hängt von den Phänomenbereichen ab.

00:20:00: Es hängt von Kulturkreisen ab.

00:20:04: Letztendlich ist es auch sicherlich sehr komplex.

00:20:07: Wie siehst du diese Herausforderung?

00:20:08: Also da würde ich grundsätzlich sagen, und steu aus der Sonne kommen und behaupten, die Bewertung, jemand anderes verhält sich irrational, ist eigentlich nur ein deutlicher Hinweis darauf, dass... dass ich nicht die Möglichkeit hatte oder die Fähigkeit hatte, die Rat zu des Gegenübers zu verstehen.

00:20:27: Aus der eigenen Perspektive verhält sich jeder Akteur immer rational.

00:20:31: Genau, das sagt ja, es gibt ja verschiedene, Entschuldigung, dass ich dich unterbreche, viele Rationalitätstheorien, die genau das sagen, Rationalität gibt es eigentlich gar nicht, weil sonst würde der Akteur dieses Verhalten gar nicht an den Tag legen.

00:20:41: Genau, richtig.

00:20:43: Also das bedeutet für mich eigentlich nur, hier haben wir noch Arbeit.

00:20:46: Das heißt an der Stelle... sind wir eben im Bereich der Erklärenden Analyse und wir sind offensichtlich noch nicht an dem Punkt, wo wir die Rat zu erklären können und dann muss man da weiterarbeiten.

00:20:59: Also auch da wieder wichtig, die Selbstreflektion.

00:21:01: Das Wissen um meine eigene Unzulänglichkeit in Anführungszeichen.

00:21:05: Ja,

00:21:05: um die eigene Grenzen.

00:21:06: Oder um die eigene Grenzen, genau.

00:21:08: Ja, aber was ich mich frage bei Erklärend und bei Bewertend, wenn man davon ausgeht, dass manche Analysten Quereinsteiger sind, und vielleicht die Organisation gar nicht so gut kennen.

00:21:17: Da werden sie ja Probleme haben oder so sich a. die richtige Sprache zu finden, um sich verständlich zu machen und b. das überhaupt einordnen zu können.

00:21:26: Also wie siehst du, wie wichtig ist es, die eigene Organisation gut zu kennen, um gut als Analystin oder Analyst zu sein?

00:21:33: Enorm wichtig.

00:21:34: Also das wird tatsächlich oftmals unterschätzt.

00:21:39: Ich muss wissen... Also im Wesentlichen muss ich wissen, wer in meiner Organisation braucht meine Produkte, braucht das, was ich bereit stelle, für welche Art von Entscheidung.

00:21:53: Ich muss also wissen, wer im Unternehmen trifft wann, welche Art von Entscheidung und wie fügt sich da mein Produkt, was ich teilweise sehr vielleicht wöchentlich rausgebe oder monatlich rausgebe oder anders bezogen rausgebe, wie fügt sich mein Produkt da ein?

00:22:11: und wenn ich das nicht weiß, dann ist eigentlich ausgeschlossen, dass ich in meiner Organisation, also in meiner Behörde oder in meinem Unternehmen wirklich einen Mehrwert generieren kann mit dem, was ich produziere, weil dass ich dann zwischendrin mal ein Produkt veröffentliche, was wirklich Impact hat, ist dann reines Glück, weil es genau zum richtigen Zeitpunkt an den richtigen Adressaten mit der richtigen Art von Information gelangt ist.

00:22:44: Diese Dinge muss ich also steuern können.

00:22:46: Das heißt, ich muss einmal wissen, welche Arten von Entscheidung werden getroffen.

00:22:50: Dafür muss ich wissen, auf welcher Ebene bewege ich mich.

00:22:54: Im militärischen Kontext würde man jetzt sagen, taktisch operativ strategisch.

00:22:58: Ich weiß, dass in der Wirtschaft dreht man das um.

00:23:01: Da sagt man quasi operativ taktisch strategisch.

00:23:04: Dann gibt es noch die administrative Ebene.

00:23:07: Also egal, wie viele Ebenen und welchen Ebenen wir jetzt haben in einer Organisation, ich muss diese Ebenen kennen.

00:23:14: Ich muss wissen, wer sitzt auf welcher Ebene, ich muss wissen, welche Art von Entscheidung wird getroffen.

00:23:18: und ich muss wissen, wie viel Zeit hat mein Gegenüber, also mein Bedarfträger oder meine Bedarfträgerin, um mein Produkt zu lesen?

00:23:28: Weil wenn ich für den CEO oder den Chief Technical Officer ein Produkt schreibe, mit sechzig Seiten oder siebzig Seiten oder achtzig Seiten und ich leg dem das auf ein Schreibtisch und der hat fünf Minuten dafür, dann kann ich mir das halt auch sparen.

00:23:45: Da muss ich das nicht machen.

00:23:47: Das heißt, ich muss wissen, dass je höher ich komme, was die Ebene angeht, desto pointierter, desto zugespitzter, muss mein Produkt sein und wirklich auf den Punkt.

00:23:58: die Informationsbedürfnisse meines Gegenübers, meines Kunden an der Stelle quasi, diese Bedürfnisse zu decken.

00:24:08: So,

00:24:08: dass eine Entscheidung ermöglicht wird, die ohne mein Produkt nicht möglich gewesen wäre.

00:24:13: Das heißt, absolut, Organisationswissen ist mitentscheidend dafür, dass ich mit dem, was ich produziere, mehr Wert generieren

00:24:22: kann.

00:24:24: Ich glaube, wir kennen das aus vielen Behörden, internen Diskussionen, dass es da auch sehr unterschiedliche Herangehensweisen gibt.

00:24:30: Also es gibt zum einen den Bedarf, extern Experten einzustellen, Data Scientists, Data Analysts, wie auch immer die Titel sind, die relativ frisch aus dem Studium kommen oder aus der Wirtschaft kommen, rein in den polizeilichen Kontext.

00:24:47: Und dann gibt es die Befürworter, die sagen, wir müssen alles selber ausbilden.

00:24:51: Wie so oft glaube ich, Die Wahrheit liegt dazwischen.

00:24:58: Je nach Aufgabe.

00:24:58: Genau, externe können helfen.

00:25:01: Aber sie sind auch nicht die, die so oft erhofften Heils bringen, weil genau wie du sagst, Lana und auch Ole teilweise das Verständnis der Organisation fehlt oder sie dieses erst erlernen müssen.

00:25:12: Das heißt, der Mehrwert ergibt sich oft.

00:25:14: Ich glaube, wenn man da ehrlich ist, nach drei, vier Jahren, bis man wirklich eine neue Organisation durchdrogen hat.

00:25:20: Man könnte genauso gut in derselben Zeit das Argument ins Feld führen.

00:25:23: Da könnte ich auch eigene Leute ausbilden.

00:25:25: Wie gesagt, am Ende, glaube ich, macht es die Mischung.

00:25:27: zu bringen, die vielleicht Master-Absolventinnen und Absolventen haben, gepaart mit den Erfahrungen von der Mitgliedsbeamtinnen und Beamten, die fortgebildet wurden.

00:25:37: Ja, ich glaube, die Kollegen lernen das schnell, aber das sind verschiedene Aspekte einerseits zu verstehen, wo ist man gelandet, welche Bedarfe sind denn da?

00:25:44: und dann nochmal zu verstehen, was will eigentlich der Kollege von mir, also die anfragende Stelle, ich denke mal in meiner Ohsendwelt, was will er eigentlich wissen?

00:25:55: Also, wenn dein Kollege zu mir kommt und sagt, mach mal bitte Ohr sind, das ist keine Fragestellung, dann sage ich, Rüdiger, nee, so geht das nicht.

00:26:03: Überleg mal, was willst du denn konkret wissen?

00:26:05: Und diese, ich meine, das nennt sich Intelligence Dialogue, oder?

00:26:10: Oder kannst du dazu was sagen?

00:26:11: Ja, genau.

00:26:11: Also, der zielgerichteter Austausch zwischen Analysepersonal und dem, ich sage jetzt auch mal Personal, dass die Aufträge gibt, also die Fragen formuliert.

00:26:24: Sprich, wenn wir uns den Intelligence-Zeige angucken, der Dialog zwischen Direction und Processing, den kann man als Intelligence-Dialog bezeichnen, wird auf jeden Fall in der NATO so bezeichnet und dient genau dazu, dass ich am Ende herauskristallisieren kann, was ist denn eigentlich die relevante Fragestellung, wofür wird das benötigt?

00:26:44: Wer ist der Endkunde für mein Produkt?

00:26:48: Denn... Nur weil mir jemand eine Frage stellt, heißt das nicht, dass derjenige oder diejenige auch Endkunde ist.

00:26:54: Das kann ja auch für eine ganz andere Ebene gestellt worden sein.

00:26:57: Und das sollte ich wissen, weil ich es wie gesagt berücksichtigen muss in meinem Produkt.

00:27:02: Manchmal

00:27:03: weiß die Anfragende Stelle gar nicht, was sie genau möchte bzw.

00:27:08: nicht die Möglichkeiten, die gegeben sind.

00:27:13: Da ist ein Beratungsbedürfnis da und man setzt sich zusammen, so wie du das sagst.

00:27:18: Kooperativ setzt man sich zusammen und überlegt zusammen, was braucht man eigentlich, worum geht es und was ist machbar?

00:27:24: und was ist vielleicht ein Netflix-Illusion und sieht sehr schön im Fernsehen aus, aber vielleicht gar nicht so

00:27:29: machbar.

00:27:31: Und genau an der Stelle ist es dann auch so wichtig, dass ich einen Misch an Personal habe.

00:27:35: Also wenn ich jetzt sage, als Polizei zum Beispiel, ich hole mir externe Expertise rein.

00:27:40: Menschen, die... die ein relevantes Studium haben für den Phänomenbereich, den wir bearbeiten oder was auch immer, die aber keine operative Erfahrung in der Polizei haben.

00:27:52: So, dann ist das eine gute Ergänzung.

00:27:54: Aber ich brauche auch die Leute, die operative Erfahrung haben, weil die dann auch sagen können, wann brauchen wir denn eigentlich was?

00:28:01: Um welche Art von Entscheidung zu treffen.

00:28:05: Und wenn ich dieses Personal habe, also... das Personal, was auch wirklich Organisationswissen hat, was über verschiedene Hierarchiestufen am besten schon gelaufen ist und versteht, welche Ebene braucht, welche Art von Informationen, zu welchem Zeitpunkt.

00:28:22: Dann kann ich wieder alles gut zusammenführen und da können wir eben Analyse Techniken helfen bei diesem Zusammenführen, um ein Produkt zu... generieren was dann auch den den Bedarfsträgern dann zugeht wenn es relevant wird und wenn ich mehrere Bedarfsträgerinnen oder Bedarfsträger habe dann sollte ich mir auch immer überlegen mache ich ein Produkt für alle oder mache ich lieber zielgruppen spezifisch mehrere Produkte zugespitzt auf den jeweiligen erkenntnisbedarf der an genau der stelle auf genau der stufe vorliegt und verteilt das dann stichwort dissemination?

00:29:00: Ja, also man merkt jetzt schon, wie sich der Kreis immer wieder schließt, Diversität in den Gruppen, verschiedene Fähigkeiten eingebracht werden müssen, zielgruppenorientiertes Arbeiten, bedingt wieder den Punkt drei Bewerten.

00:29:19: Was bedeutet das für meine Organisation?

00:29:21: Da fällt für mich auch rein an wen berichte ich auch, wer soll was damit anfangen, wobei ich mir Als du das erwähnt hast, die Frage gestellt habe, läuft man auch nicht da Gefahr, vielleicht aus Angst vor den Folgen für meine Organisationen, die ich ja als guter Analyst erkennen müsste, als zumindest eine von vielen Hypothesen oder Möglichkeiten, die Entscheidung nicht reinzubringen, weil ich Angst habe, das wirkt sich negativ aus.

00:29:50: Ist das ein großes Spannungsfeld oder ist das jetzt so in dem theoretischen Gespräch, wie wir es führen, überbewertet?

00:29:56: Du meinst, dass ich Angst habe, ein bestimmtes Ergebnis zu präsentieren, weil ich befürchte, dass eine bestimmte Art von Entscheidung getroffen wird?

00:30:05: Genau, weil es vielleicht für meine Behörde bedeutet Reduktion von ein tausend Stellen.

00:30:10: Das ist jetzt sicherlich wirtschaftlich gedacht.

00:30:13: Und ich weiß aber, als Analyst, das ist wichtig und richtig.

00:30:16: Ich weiß aber, was das für meine Behörde bedeutet und kann es vielleicht mit einem Gewissen nicht verheimen.

00:30:19: Ist es oder ist das zu abstrakt oder verkomplizieren wir hier in dem Thema, was so aus Deiner Erfahrung nach gar nicht so häufig austritt?

00:30:28: Lana hat keinen Gewissen.

00:30:29: Sie hatte auch Rüdiger in den Prangengestellten.

00:30:30: Ich hoffe, den gibt es nicht in Rüdiger.

00:30:31: Nein, den gibt es nicht.

00:30:32: Das

00:30:33: illusorisch, also so ein Beispiel.

00:30:35: Gut, Rüdiger, wenn es dich doch gibt.

00:30:37: Ich

00:30:37: entschuldige mich bei einen

00:30:38: Rüdiger.

00:30:39: Ja, der Thürer.

00:30:39: Also ich glaube, man muss hier zwei Dinge unterscheiden.

00:30:43: Das eine ist, ich muss natürlich, man würde sagen, eine Politisierung von Analyse verhindern.

00:30:50: Analyse, Intelligence, sollte möglichst unparteiisch sein, sollte möglichst neutral sein und einfach den Wissensstand, der in einer, in einem Team, in einer Abteilung, in einer Behörde vorliegt, möglichst objektiv transportieren.

00:31:09: So.

00:31:11: Das ist das eine.

00:31:12: Das andere, wenn es zum Beispiel jetzt in Richtung, dann könnten Stellen abgebaut werden, geht.

00:31:18: Ich persönlich bin der festen Überzeugung, dass wenn ich gut bin in dem, was ich mache, mit den, es ist ja am Ende eine Deedensleistung für den Entscheidungsträger oder die Entscheidungsträgerin, dann wird mir das im Bereich Intelligence nicht passieren.

00:31:36: Das wird mir eher dann passieren.

00:31:38: Und das hat Alada eben schon ein bisschen angerissen, wenn ich gar nicht weiß, wer an welcher Stelle braucht eigentlich was.

00:31:48: Weil es gibt tatsächlich ausreichend, es gibt viele Institutionen, glaube ich, es gibt auch viele Unternehmen, die haben entweder eine Intelligentionsfunktion, ohne das zu wissen.

00:32:03: oder sie haben eine Intelligence Funktion, wissen aber nicht genau, was sie tun soll.

00:32:07: Die Leute, die da arbeiten, wissen vielleicht auch nicht ganz genau, was sie tun sollen, weil nie ein strukturierter Prozess mal angestoßen worden ist, Stichwort Intelligence Dialog, wo sich wirklich alle... die die also alle stakeholders am ende mal zusammengesetzt haben und strukturiert erarbeitet haben.

00:32:28: was wollen wir von dieser funktion dieser intelligence funktion?

00:32:31: und die muss wie gesagt nicht immer so heißen.

00:32:33: die kann auch heißen informationssicherheitsbeauftragter die kann auch heißen Abteilung für Corporate Security, also ist ganz unterschiedlich, wie das teilweise heißt, aber die Tätigkeiten, die dort ausgeführt werden, nämlich auf Grundlage von unvollständigen und widersprüchlichen Informationen zu Urteilen, zu Erkenntnissen, zu leiten, das wird da gemacht.

00:32:59: Und wenn ich das aber nicht weiß und wenn ich diesen strukturierten Prozess mit einem Stakeholder nicht durchlaufen habe, Dann ist die Gefahr groß, dass irgendwann die Frage gestellt wird, was machen die da eigentlich?

00:33:11: Können wir da nicht Personal sparen?

00:33:13: Und dann wird, glaube ich, Personal gespart.

00:33:15: Aber wenn kooperativ sich alle zusammensetzen und sich gemeinsam überlegen, was sind die Fragen, die wir uns stellen?

00:33:25: Was sind die Arten von Entscheidungen, die wir treffen müssen?

00:33:28: Und was kann Intelligence dazu beitragen, diese Entscheidung möglichst klug zu treffen?

00:33:34: Dann, glaube ich, braucht man sich, wenn man in dem Bereich arbeitet, auch keine Gedanken machen oder keine Sorgen machen, dass Stellen abgebaut

00:33:56: werden.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.