S1 E4 Wie wird man Intelligence-Analyst?

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00:00:00: Wie wird man eigentlich Intelligence-Analyst?

00:00:03: Und welche Fähigkeiten braucht es, um in diesem Beruf erfolgreich zu sein?

00:00:08: In dieser Episode sprechen wir über Weiterbildungsmöglichkeiten im Intelligence-Bereich, von spezialisierten Studiengängen bis hin zu praxisnahen Programmen.

00:00:18: Doch was zählt mehr?

00:00:19: Fachwissen oder analytische Methoden?

00:00:22: Außerdem diskutieren wir, welche Eigenschaften gutes Analysepersonal mitbringen sollte, warum IT-Tools den Menschen nicht ersetzen können und ob Analysepersonal problemlos zwischen Abteilungen wechseln kann oder ob dadurch wertvolles Fachwissen verloren geht.

00:00:53: Wir beleuchten den Intelligence-Cycle, internationale Zusammenarbeit

00:00:58: und

00:00:58: aktuelle Herausforderungen.

00:01:00: Expertinnen und Experten teilen ihr Wissen,

00:01:03: kompakt,

00:01:04: fundiert, relevant.

00:01:09: Jetzt sind wir an dem Punkt, dass wir hier hoffentlich interessierte, eingehende Kriminalitätsanalystinnen und Kriminalitätsanalysten haben oder auch andere Kollegen und Kollegen, die sich diesem Podcast anhören.

00:01:23: Und vielleicht stellen Sie sich jetzt die Frage, klingt alles richtig cool?

00:01:27: Ich würde mich da gern weiterbilden.

00:01:30: Und jetzt müssen wir mal fragen, ja, Ole.

00:01:33: Wo?

00:01:33: Wo?

00:01:34: Und wie?

00:01:35: Außer bei dir natürlich.

00:01:37: Ja, also da kann ich, wie gesagt, nur jetzt aus persönlicher Erfahrung das, was man so mitbekommt, transportieren.

00:01:45: Es gibt natürlich den Master for Intelligence and Security Studies als Joint Venture von der Hochschule der Bundeswehr in München und der Hochschule des Bundes in Berlin.

00:01:57: Das ist aber eine geschlossene Gesellschaft.

00:01:59: Das heißt, um da reinzukommen, muss man entweder bei einem der Nachrichtendienste arbeiten oder im Bereich des militärischen Nachrichtenwesens bei der Bundeswehr.

00:02:10: Das bedeutet, da kommt man als Außenstehender überhaupt nicht rein.

00:02:13: Da kann man sich also nicht einschreiben und sagen, da studiere ich jetzt mal.

00:02:19: Das war es schon fast.

00:02:22: Studienmöglichkeiten in Deutschland angeht.

00:02:25: Das einzige, was es noch gibt, ist eine kleine Summer School, die angeboten wird von der OTHA Regensburg und dem Professor Bresinski.

00:02:35: Und das ist eine Summer School in der Kooperation mit der Uni Glasgow.

00:02:40: Da geht es auch um Intelligence, Intelligence Studies und auch Analyse Techniken.

00:02:46: Das heißt, das gibt es noch.

00:02:49: Ja, dann sind wir am Ende, was das Akademische angeht, jedenfalls in Deutschland.

00:02:55: Wenn es darum geht, wie kann ich mich in Deutschland ansonsten fortbilden, dann ja, hast du schon angeteasert, dann bitte ich das natürlich an über strukturierte Analyse Deutschland.

00:03:08: Es gibt, wenn ich mich im Osendbereich weiterbilden möchte, dann gibt es da auch unterschiedliche Möglichkeiten und Seiten.

00:03:15: Eine Möglichkeit, wer zum Beispiel über das Frauenhofer-Institut Also gerade im Bereich Osent Open Source Intelligence, das kommt immer mehr, sag ich mal, das Thema.

00:03:26: Das heißt, darüber wird auch die Intelligence-Debatte ein bisschen mehr befeuert in Deutschland.

00:03:32: Und dann sind wir aber auch in Deutschland nach meinem Kenntnisstand schon am Ende, wenn ich nicht gerade in irgendeiner Behörde arbeite, wo intern quasi noch Lehrgänge angeboten werden, sowie auch das hier.

00:03:47: im Schwerpunkt ausgerichtet ist auf eine Fortbildung, die man dann in der Kriminalpolizei irgendwann machen kann.

00:03:56: Das heißt, dann muss ich schon immer im Ausland gucken.

00:03:58: Und im Ausland bedeutet beispielsweise, wenn es um Fortbildung selber geht, sowas wie Globalitika jetzt unter Viersten Associates, also dann sind wir wieder bei Randolph Viersten und der Bibel der Analysten gelandet, sprich Fortbildung aus dem Bereich aus dem Bereich USA oder im Studienbereich, dass ich auch als Fernstudium beispielsweise am Kings College in Großbritannien Intelligent Study studieren kann, dann gibt es noch was an der Universität Leiden und auch jede Menge in den USA, was ich da machen kann in diesem Bereich.

00:04:40: Und genau, dafür muss ich mich dann aber umsehen und muss es im Ausland

00:04:44: machen.

00:04:45: Wie wird das überhaupt anerkannt?

00:04:48: Oder es klingt jetzt vielleicht dispektierlich, aber braucht das irgendjemand in den Behörden?

00:04:55: Wie wird das überhaupt angenommen?

00:04:58: Jetzt arbeite ich nicht mehr in der Behörde, deswegen kann ich da natürlich nur mutmaßen.

00:05:02: Grundsätzlich ist es so, wenn ich von dem Standpunkt ausgehe, dass die Beantwortung komplexer Fragen nach Möglichkeit interdisziplinär erfolgen sollte.

00:05:13: Also in einem Team, wo ich unterschiedliche Erfahrungen, Wissensstände, Prägungen habe, dann ergibt das natürlich durchaus Sinn, wenn ich auch jemanden dabei habe, jedenfalls zwischendrin mal, der Intelligent Studies auch studiert hat.

00:05:28: Aber wie das genau jetzt gewürdigt wird, anerkannt wird,

00:05:34: das bekommst du gar nicht mit.

00:05:35: Das kann ich nicht beantworten.

00:05:37: Ich wollte noch ergänzen zu O sind.

00:05:40: Wir haben Modul sieben Punkt vier O sind.

00:05:44: Also muss man erstmal nicht in die USA fahren.

00:05:49: Und wir hätten noch einige Ausbildungen auch beim BKA, die jetzt auch im Aufbau sind und modernisiert werden.

00:05:57: Da kann man auch einiges machen.

00:05:59: Das ist natürlich nicht für alle offen.

00:06:01: Und natürlich auf dem freien Markt gibt es auch einige Möglichkeiten.

00:06:06: Ja, wir haben ja auch schon selber darüber diskutiert.

00:06:09: oder man hört jetzt auch mal wieder im Kollegenkreis oder wenn man international ein bisschen vernetzt, sieht man, dass andere Länder da schon ein Müh fortschrittlicher sind als wir, vielleicht eine Führungskräfte gerichtet, die unseren Podcast hören.

00:06:23: Ich glaube, das ist auch ein gutes Instrument, Personal zu motivieren, solche Studiengänge zu machen.

00:06:31: Also sie zu ermutigen, ich glaube es ist eindeutig, dass der die vermeintliche Abwesenheit hinten raus einen deutlichen Mehrwert in den Arbeitsergebnissen generiert.

00:06:42: Große Frage der Finanzierung, der auch immer wieder diskutiert wird, wer trägt die Studiengebühren auch da, müssen wir glaube ich insgesamt neue Wege gehen.

00:06:50: Man geht ja schon richtige Wege im Bereich der Informatik, gibt es ja schon solche Angebote, dass Studiengebühren übernommen werden oder ein Master gefördert wird.

00:06:58: Ich glaube es ist zukünftig auch ganz, ganz wichtig, dass wir nicht nur für den Analysebereich, aber auch insbesondere hier solche Fortbildungen sicherlich auch fördern, damit es die Leute sich auch leisten können.

00:07:10: Weil Studiengebühren, ich habe sie jetzt nicht im Kopf, die würden wir auch nochmal nachlesen, aber ich weiß, der Master in Krimiologie in Deutschland, der Berufsbegleitende, das sind glaube ich auch knapp dreitausend Euro Studiengebühren plus Semestergebühren.

00:07:25: Ja, mein Gott, also in Nürburgring A ist es doch deutlich teurer.

00:07:28: Und dann hast du ein Master.

00:07:30: Aber ich meine, das Problem ist häufig, also so beobachte ich das, dass man halt gerne in Technik investiert, aber unterschätzt, was das für eine Bedeutung hat, nicht in Menschen zu investieren.

00:07:43: Man lässt sich vieles auch von Menschen entschieden und analysiert werden.

00:07:48: Man kommt am Menschen nicht vorbei und im Bereich O sind ist das Feld so dynamisch, dass man einfach nie fertig ist.

00:07:56: Und wenn man gute Ose und Analysten haben möchte, muss man halt sie immer ständig ausbilden.

00:08:00: Und das müssen auch Typen von Menschen sein, die gerne lernen.

00:08:04: Sonst ist man halt nicht unbedingt gut, weil das einfach sehr dynamisch ist.

00:08:08: Und was ich halt auch mitgeben möchte, ist ja investierte Menschen.

00:08:12: Und das ist schon die nächste Frage, die wir uns überlegt haben, Ole.

00:08:16: Was für ein Typ Mensch oder welche Fähigkeiten Und vielleicht auch schon Grundkenntnisse sollte jemand mitbringen, der Kriminalitätsanalys oder eben besonders sich für die strukturierte Analyse entscheidet und vertiefen möchte.

00:08:31: Oder kann das prinzipiell jeder?

00:08:35: Ja, also grundlegende Kenntnisse in der Anwendung strukturierter Analyse Techniken kann natürlich jeder sich aneignen.

00:08:46: Also jeder kann einen Kurs buchen, jeder kann sich Literatur holen.

00:08:52: Das ist jetzt so, dass es in Deutschland natürlich eine gewisse Sprachbarriere gibt, weil der Schwerpunkt der Literatur ist auf Englisch.

00:09:01: Und es gibt natürlich schon Behörden, dass das wirklich auch ein Hindernis, auch Unternehmen.

00:09:07: Und genau, um da ein bisschen Product Placement zu betreiben.

00:09:12: Ich arbeite gegenwärtig auch mit Randolph Pearson, also der Structured Analytics Techniques von Talage & Analysis und noch zahllose weitere Bücher in dem Bereich geschrieben hat und Dr.

00:09:24: Oliver Gnad aus Frankfurt am ersten deutschsprachigen Buch zu strukturierter Analyse und strategischer Vorausschau.

00:09:32: Also das eine ist Analyse-Techniken.

00:09:35: Da kann ich mich fortbilden lassen.

00:09:37: Da kann ich selber auch viel lesen.

00:09:40: um gerade auch so ein bisschen die Rat zu zu verstehen, warum sollte ich das überhaupt anwenden?

00:09:47: Wenn ich jetzt beantworten sollte, was würde ich in einem Kriminalitäts- oder insgesamt in einem Analysten sehen wollen?

00:09:55: Dann

00:09:56: sind es natürlich nicht nur Analyse-Techniken, sondern dann sind es natürlich ganz viele von den Aspekten, die wir im Zuge dieses Podcast oder später vermutlich eher Podcast-Reihe schon angesprochen haben.

00:10:10: Also ich brauche natürlich erstmal Fachwissen.

00:10:12: Also ich muss in meinem Bereich, beispielsweise in meinem Phänomenbereich, natürlich erstmal über alle relevanten Kenntnisse verfügen, um mich in dem Bereich zu orientieren, um da überhaupt was machen zu können.

00:10:25: Weil mir bringen natürlich Denkgefäße oder Denkwerkzeuge nichts, wenn ich da nichts rein tun kann.

00:10:32: Das heißt, das muss ich erstmal haben.

00:10:34: Ich muss Fachwissen haben.

00:10:36: Dann haben wir es gerade angesprochen.

00:10:38: Ich brauche Organisationswissen.

00:10:42: Möchte ich jetzt nicht alles wieder aufdröseln, aber am Ende des Tages, ich muss eben wissen, wer in meiner Organisation braucht von mir wann, was, für welche Art von Entscheidung, damit ich diese Entscheidung zielführend unterstützen kann.

00:10:56: Ich sollte im Bereich Analyse über Grundkenntnisse verfügen.

00:11:02: Das heißt, ich sollte sowas wissen.

00:11:04: für mich.

00:11:04: Was ist langsames Denken?

00:11:06: Was ist schnelles Denken?

00:11:07: Was sind Beises, Heuristiken?

00:11:10: Wie wirkt sich das auf meine Arbeit aus?

00:11:12: Aus meiner persönlichen Perspektive sollte ich auch wissen, was bedeuten Fragestellungen für meine Analyse?

00:11:20: Welche Rolle spielen Fragen?

00:11:21: Was sind gut gestellte Fragen?

00:11:23: Was sind richtig gestellte Fragen?

00:11:25: Das sollte ich wissen.

00:11:26: Also Grundwissen im Bereich Analyse sollte ich mitbringen.

00:11:30: Und am Ende des Tages sollte ich natürlich auch mit IT-Tools umgehen können.

00:11:36: Also egal, was wir machen, wir arbeiten in der Regel mit einem Computer.

00:11:41: Und egal, ob das jetzt Textverarbeitungsprogramme sind oder ob das dann schon kompliziertere Tools sind, die mir dabei helfen können, Daten vorauszuwerten oder die mir dabei helfen können, Beziehungsgeflechte darzustellen, die für mich vielleicht eine Social Network Analysis machen können.

00:12:00: Mit diesen Tools sollte ich eben umgehen können.

00:12:04: Ich sollte aber auch wissen, wo es die Schnittstelle zwischen dem, was das Tool macht und das Tool kann und dem, wo eben Analyse, der kognitive Prozess der Analyse beginnt.

00:12:18: Und das hattest du eben angesprochen.

00:12:22: IT-Tour selber ersetzen ja oder sollten kein Personal ersetzen, weil sie können natürlich dabei helfen, sie können dem Personal dabei helfen, zu besseren Ergebnissen zu kommen.

00:12:33: Aber das Personal, der Mensch, ist derjenige, der am Ende wirklich die Analyse betreibt und der zu Ergebnissen kommt.

00:12:43: Dafür ist es wichtig, mit den, mit den Tools umgehen zu können und die Grenzen des Tools zu kennen.

00:12:49: Und das so, so mal so, marum wären die Fähigkeiten, die ich sehen wollen würde, bei jemandem, der Analystin oder Analyst ist oder werden möchte.

00:13:01: Ja, ich, vielen Dank.

00:13:03: Ich habe mir noch überlegt und würde noch mal gerne eure Meinung dazu hören.

00:13:08: Letztendlich, Intuition schadet nicht.

00:13:12: Sie ist auch ein Stück weit notwendig.

00:13:15: Gleichzeitig muss ich aber auch wissen, dass ich akademisches Wissen anwenden können muss.

00:13:22: Also ich kann mich nicht dem akademischen Herangehen verschließen.

00:13:27: Ich muss teamfähig sein.

00:13:29: Ich muss kritikfähig sein.

00:13:31: Und ich muss aber auch in der Lage sein, wie sagt man so schön, out of the box zu denken.

00:13:38: Und ich muss Freude an einem Heterogen und diversem Team haben.

00:13:42: Das sind natürlich... Wie sagt man so oft, auch Soft Skills?

00:13:45: Ja.

00:13:46: Aber das, neben dem technischen oder fachlichen Skills, die du gerade genannt hast, oder würde ich das noch als Geisteswissenschaftler auch noch ganz groß mit in den Ringen werfen, was es natürlich auch unglaublich komplex macht, dieses Personal zu rekrutieren und auch selber zu erkennen, bin ich überhaupt geeignet dafür.

00:14:05: Ich persönlich bin sehr intuitiv, aber trotzdem finde ich das ja spannend.

00:14:08: Lana, ich weiß nicht, wie du das bewertest.

00:14:10: Ja, ich frage mich erstmal, ob es überhaupt einen oder eine Analystin gibt, die universell überall einsetzbar ist.

00:14:18: Weil wenn man diese Fähigkeiten hat, hat man doch irgendwie eine Expertise, wie zum Beispiel eine Sprachfähigkeit, die kann man nicht einfach mal so lernen.

00:14:29: Man wird nicht so eine Muttersprachler oder kennt... sich in der Tiefe in einer bestimmten Szene aus, was ich z.B.

00:14:36: über Polizisten beobachten kann.

00:14:38: Sie sagen,

00:14:39: ach ja, das ist ja, ich kann ja nichts, aber dann wissen sie aus dem Kopf, wer die Cousine dritten gerade von irgendjemandem ist.

00:14:46: und nun mal ein Schilder dazu.

00:14:48: Und ich mir denke, das ist ja eigentlich ein Wahnsinnswissen.

00:14:51: Und kann man dann einfach einen Analysten oder einer Lüste einfach nehmen und in eine andere Abteilung nehmen und sagen, ja, mach mal das mal hier bitte.

00:15:01: Und was heißt das?

00:15:03: oder kann das jeder, einfach wenn man gut ist, kann man überall funktionieren.

00:15:07: Ja, wenn man vorgesetzt fragt, ja, dann ist das so.

00:15:10: Also ich kann Leute einfach verschieben, wie man halt möchte.

00:15:14: Und natürlich kann ich das machen.

00:15:16: Es gibt ja auch Institutionen, die sagen, ich muss alle drei Jahre Personal verschieben und versetzen.

00:15:22: Aber wenn wir uns jetzt angucken, Stichwort Fachwissen, Organisationswissen und wahrscheinlich auch IT Tools, dann ist das Wissen mit einer mit einer beschränkten Anwendungsfeld, und zwar beschränkt auf das, was sich in diesem Bereich gerade machen.

00:15:40: Und wenn ich institutionalisiere, dass Personal regelmäßig wegversetzt wird, dann ist das am Ende eine institutionalisierte Wissensvernichtung.

00:15:52: Wenn ich das möchte, dann ist das okay.

00:15:55: Aber wenn ich das eigentlich nicht möchte und lieber möchte, dass ich Fachwissen kultiviere, dass ich Leute habe, die ich genau diese Dinge fragen kann.

00:16:07: Also wie steht der im Verhältnis zu der und so weiter?

00:16:11: und aus dem FF?

00:16:13: kann mir das beantwortet werden, dann sollte ich genau das nicht tun, sondern dann sollte ich zusehen, dass jemand in einem Bereich auch eingesetzt bleibt.

00:16:22: Das heißt nicht, dass ich jemanden nicht mal für ein Monat oder zwei Monate woanders hin versetzen kann, also so ausgeliehen quasi.

00:16:31: Das kann sogar ganz hilfreich sein, um einfach mal über den Tellerrand hinaus zu schauen und zu gucken, wie machen eigentlich andere Abteilung das?

00:16:39: Also ich glaube auch, dass es nicht gut ist, wenn jemand zwanzig Jahre in einer Abteilung ist und nie was anderes gesehen hat, sondern da sollte man das schon versuchen aufzulockern mit anderen Aufgaben zum Beispiel zu sagen, okay, du machst jetzt nicht nur das, sondern du gehst auch zwischendrin nochmal in die Lehre oder du gehst auf die und die Übungen und gehst nochmal in die und die Abteilung, dass man das über die Zeit hinweg auch auflockert und da externe Impulse reinbringt.

00:17:08: Aber im Schwerpunkt sollte eine Person, die etwas gut kann, aus meiner persönlichen Bewertung, das auch ruhig weitermachen.

00:17:18: Weil in der Regel ist es was, was diese Person ja auch gerne tut.

00:17:21: Das heißt, damit steht und fällt auch die Motivation.

00:17:24: Und Motivation ist natürlich extrem wichtig, wenn ich gute Ergebnisse erzielen will, wenn ich faules Denken vermeiden will, wenn ich analytische Hochleistung mir eigentlich wünsche von meinem Personal, vielleicht sogar brauche.

00:17:39: Ja, ich habe auch beobachtet, dass viele Analysten tatsächlich gerne hospitieren wollen, aber wenn es um Schwerpunkte geht und man hat ja häufig was studiert und hat in der Vorliebe bestimmte Themen.

00:17:50: Das kann die Arbeitszufriedenheit sehr mindern, wenn man plötzlich in einem Bereich ist, in einem Thema ist, was einem vielleicht nicht interessiert.

00:17:59: Und also, wir können ja sagen, es gibt nicht diesen universellen Superanalysten, der alles kann.

00:18:05: Und ja.

00:18:09: Ja, wir haben letztendlich auch da wieder, ne?

00:18:12: Unser Kreis schließt sich und schließt sich und schließt sich.

00:18:15: Du machst Kreise.

00:18:15: Ich mach Kreise.

00:18:16: Kreise sind toll.

00:18:20: Ja, das gute Ergebnis resultiert aus einem, was Ola am Anfang gesagt hat, diversem heterogenen Team.

00:18:28: Und da brauche ich vielleicht auch, ich sag mal, den sehr, sehr strukturierten Nerd, den Anführungszeichen.

00:18:39: Ich brauche den Freidenker und die Kunst ist, was wir von auch schon mal gesagt hatten, das Ganze zu orchestrieren und diese.

00:18:46: Ich denke mal ein bisschen an unsere Comic-Helden, die Avengers oder wie sie alle heißen.

00:18:51: Ich bin jetzt weder Marvel noch DC-Fan.

00:18:54: Ich habe ein großes Team mit vielen Fähigkeiten und die Stärken der einzelnen Teammitglieder zusammenzubringen zu einer... sehr, sehr guten Analysefähigkeit.

00:19:05: Ich glaube, das ist die große, große Kunst.

00:19:07: Mein Traum ist, man hat diese eine Aufgabe, an die man

00:19:10: hält.

00:19:11: Und es gibt

00:19:11: keine Konkurrenz im Team, sondern jeder besitzt sich auf seine Nische, auf seine Stärke.

00:19:17: Und wo man auch aufpassen muss in bestimmten Bereichen gibt es auch, ich sehe das wieder aus meiner beschränkten Ose und Perspektive.

00:19:26: Content, welche Content schaut man sich an?

00:19:29: und Menschen die für die Sache brennen sind auch anfällig auszubrennen.

00:19:34: Und da muss man auch schauen, dass man auch das im Auge behält.

00:19:38: Also ja, er ist oder sie motiviert, aber passt er oder sie auch auf sich auf, weil das eigentlich auch ein sehr starker Sog sein kann, weil es auch faszinierend ist und man möchte etwas finden unbedingt oder beitragen oder von mir aus einen Anschlag verhindern oder wenn ich jetzt ganz, ganz weit nach, ich weiß nicht, auf einer ganz anderen Ebene denke.

00:20:03: Aber das möchte man unbedingt und man konsumiert Inhalte, die für einen oder für die einen nicht gut

00:20:23: sind.

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